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Erfahrungsbericht – Coronakrise 2020 aus ScriptRunner-Sicht

Inhaltsverzeichnis

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In unserem neuen Format „Sales-Blog“ werden wir in regelmäßigen Erfahrungsberichten Ziele, Beobachtungen und Entwicklungen aus den Bereichen Presales und Sales bei der ScriptRunner Software GmbH teilen.

Damit möchten wir unseren Kunden Einblicke in unseren Arbeitsalltag gewähren und Interessenten die Möglichkeit geben ScriptRunner kennenzulernen. Natürlich freuen wir uns auch über jede Art von Austausch und Erfahrungsberichte von Anderen.

Wir starten mit der Betrachtung und Aufarbeitung der Coronakrise ab Mitte März 2020.

 
 
 
 

Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben bei ScriptRunner

Bereits am 13.03.2020 arbeiteten alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice – dabei haben wir uns an den Empfehlungen seitens Bund und Länder orientiert. Der anstehende Lockdown war nur eine Frage der Zeit.

Dank modernem Arbeitsequipment und dem Einsatz von Cloud-Services hatten wir in den Teams Sales und Marketing keinerlei Hindernisse bei der Umstellung hin zu Work-from-Home.

In unseren Teams Entwicklung und Support sind teilweise noch FatClients im Einsatz, doch auch hier waren lediglich einige VPN Changes nötig.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass wir aufgrund eines enorm hohen Digitalisierungs- und Automationsgrads keinerlei Probleme beim Umstieg ins Homeoffice hatten.

Täglich fanden Corporate Meetings statt, in denen die Lage von Geschäftsleitung und den Team Leads beurteilt wurde, sowie wöchentlich Team-Meetings. Außerdem versuchten wir als Team neben Text-Chats, die Videofunktion von MS Teams so oft zu nutzen wie möglich. So stärkten wir den Team-Zusammenhalt und verloren einander nicht aus den Augen.

Die Kommunikation mit unseren international ansässigen Kunden änderte sich nur minimal, da wir bereits zuvor nahezu jede Sales/Presales-Demo etc. per Video und Online-Präsentation durchführten.

Professional Services, die in der Vergangenheit teilweise vor Ort stattgefunden hatten, konnten in Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf Remote-Meetings umgestellt werden.

Sämtliche Workshops wurden bis Ende Mai rein online durchgeführt. Flexibilität in Dauer und Teilnehmerzahl wurden vorab mit den Kunden abgestimmt, dies lief zurückblickend problemlos!

Erst seit Juni 2020 veranstalten wir auf Kundenwunsch wieder vor Ort Workshops – natürlich unter Einhaltung aller Hygienevorschriften.

Berufsausbildung in Coronazeiten

Während des Lockdowns fand der Berufsschulunterricht zunächst ausschließlich online statt. Die Umstellung verlief dabei nicht ohne Schwierigkeiten.

Von einer Berufsschule mit der Spezialisierung auf Informatik hätte man erwarten können, dass diese über die Ressourcen und Fähigkeiten verfügt, um den Wechsel problemlos zu absolvieren.

Doch weit gefehlt: Erst nachdem eine Mitschülerin 8 Wochen (!) nach Beginn des Lockdowns die Initiative ergriff und MS Teams Meetings erstellte, konnte der Unterricht fortgeführt werden.

Doch selbst zu diesem Zeitpunkt wirkten die Lehrkräfte größtenteils überfordert. Es fehlte ihnen eindeutig an der passenden Struktur und dem Verständnis für die Technik. Einige Lehrer waren nicht erreichbar, sodass dieser Unterricht komplett ausfiel.

Auswirkung der Krise bei ScriptRunner-Kunden

Wir standen bereits vor Lockdown eng mit unseren Kunden in Kontakt, um miteinander die möglichen Folgen von Corona auf die Zusammenarbeit abzusprechen. Dabei erhielten wir wertvolle Einblicke in die nun anstehenden und laufenden Veränderungen auf Kundenseite:

Lizenzen mussten angepasst und VPN Changes in der Infrastruktur umgesetzt werden, On- und Offboardingprozesse waren teilweise problematisch und sehr aufwendig. Alle kontaktieren Kunden bestätigten uns eine wachsende Belastung für die IT-Abteilungen.

Bestätigt wurde uns ebenfalls eine intensivere Nutzung von ScriptRunner in den IT-Teams. Speziell die Möglichkeit der einfachen und sicheren Delegation von Routineaufgaben wurde als Erleichterung wahrgenommen und schuf Freiräume für andere, wichtige Themen.

Wir sahen hier die Automation als deutlichen Booster und starke Unterstützung. Aufbauend auf dieser Erkenntnis, stellte ScriptRunner von Mai bis Ende Juli  2020 mit der Aktion „Automation Booster“ eine verlängerte Testversion zur Verfügung, für 90-Tage kostenlose Automation und Delegation.

Der Trend zur Automatisierung spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung von ScriptRunner im 1. Halbjahr 2020 wider. Wir können eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber der Planung vermelden (mehr dazu in Teil 2 – folgt in Kürze)!

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten.

Die Mehrheit unserer Kunden befindet sich im Enterprise-Segment (> 1000 User) oder im Managed-Service-Provider-Umfeld. Bei den kleinen, mittelständischen Unternehmen (KMU) (bis 500 User) sah die Entwicklung im ersten Halbjahr allerdings etwas anders aus.

Die Nachfrage im KMU-Segment, die bereits vor Beginn der Krise nur einen kleinen Teil unseres Geschäfts ausmachte, ging noch mehr zurück. Wir sehen das als deutliches Zeichen mangelnder Digitalisierung und Automation bei den KMUs. In Anbetracht der Gesamtwirtschaftslage und mit Blick auf Zukunft schätzen wir dies als sehr bedenklich ein.

Auswirkung auf Messeteilnahmen, Sponsoring und Events

Schon die erste Messe, die wir 2020 besuchen wollten, die „Microsoft Ignite the Tour“ in Amsterdam (11. – 12.03.2020) wurde aufgrund von Corona ersatzlos abgesagt. Auch die folgenden Veranstaltungen fanden nicht wie geplant statt: sie wurden teilweise auf das Jahresende verschoben, ebenfalls abgesagt oder durch online Events ersetzt.

Der Switch auf die virtuellen Plattformen sorgte dafür, dass die Powershell-Community nicht zum Stillstand kam. Auch, wenn digitale Veranstaltungen unserer Meinung nach nicht das persönliche Treffen und die Möglichkeit sich vor Ort über auszutauschen ersetzen, freuen wir uns doch, dass wir an folgenden Events teilnehmen und mitgestalten durften:

Aktuell ist geplant, dass das erste Vor-Ort-Event für ScriptRunner in 2020, die ExpertsLive Switzerland sein wird, die auf den 30. September verschoben wurde. Wir drücken uns und den Veranstaltern die Daumen, dass die ELCH 2020 stattfinden kann, doch natürlich steht auch für uns die Sicherheit und die Gesundheit unserer Kollegen und Partner an erster Stelle.

Fazit erstes Halbjahr

Abschließend halten wir fest, dass nahe Kundenkommunikation sowie moderne Arbeitsmethoden gerade in Krisensituationen, wie wir sie gerade erleben unentbehrlich sind. Unternehmen, die sich hier kontinuierlich weiterentwickeln, können flexibler auf unvorhergesehene Umstände, wie z. B. den radikalen Wechsel zum Home-Office reagieren und diese leichter bewältigen.

Des Weiteren spielt die Automation eine immer größere Rolle. Dennoch befinden sich viele Unternehmen hier noch immer am Anfang und zeichnen sich nach wie vor durch gehobene Manufakturarbeiten in den IT-Operations aus.

Vor allem im KMU-Umfeld gilt es die nötigen Schritte hin zur Automation einzuleiten, hier lassen die Zahlen aus der Wirtschaft aktuell nichts Gutes erahnen.

Wirft man ein Auge auf die aktuelle Sommer-Urlaubszeit heißt es nun: Welcome back, gutes altes Sommerloch!

Im Sales-Blog Teil 2 blicken wir in das zweite Halbjahr 2020, näheres in Kürze.

 

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